Verleimfräser

Der Verleimfräser ist ein Werkzeugteil für Tischfräsen mit Handvorschub oder automatischem Vorschubapparat, kann aber auch bei Oberfräsen, die im Oberfräsentisch montiert sind, zum Einsatz kommen. Der Verleimfräser dient dazu eine größere Oberfläche an der Leimkante zweier zu verleimenden Werkstücke zu schaffen, als das bei einer Verleimung auf Stoß der Fall ist. Bei dem Fräsprozess wird die zwei zu verleimenden Oberflächen gezahnt, die dann als genaues Gegenstück ineinander greifen. Mit dem Verleimfräser kann Massivholz ohne Gefahr, das die Kanten seitlich verrutschen, zu einer Fläche verleimt werden. Durch die Verzahnung der Werkstücke wird eine hohe Stabilität und Biegesteife der Verbindung erreicht. Verleimfräser gibt es in verschiedenen Ausführungen.

Man unterscheidet bei Verleimfräsern grundsätzlich zwischen den folgenden Arten:

Der Spitzprofil-Verleimfräser fräst ein Zick-Zack-Muster in die Holzoberfläche, und wird deshalb auch als Verleimfräser mit V-Verzahnung bezeichnet. Das Fräsmuster erstreckt sich hierbei über die gesamte, zu leimende Fläche. Ein ähnliches Fräsbild hinterlässt der Rundungsprofil-Verleimfräser, der ein Wellenmuster in die Holzoberfläche fräst. Diese beiden Formen werden verwendet, wenn Kopfholz an Kopfholz verleimt wird.

Der Trapezprofil-Verleimfräser fräst trapezförmige Zinken in das Werkstück. Die Zinken liegen dabei in der Mitte der Fläche und variieren in ihrer Anzahl, und hängt hauptsächlich von der Materialstärke ab. Die Anzahl der Zinken liegt üblicherweise zwischen einem und sechs Zinken pro Seite. Die Trapezzinken haben gewöhnlich einen Winkel von 30 Grad. Diese Profil wird am häufigsten für die Breitenverleimung von Brettern verwendet.

Der Minizinken-Verleinfräser hat tiefe Zinken, die meistens am Ende abgerundet sind. Der Minizinken-Verleinfräser hat üblicherweise viele schmale Zinken, die sehr tief sind.

Gehrungs-Verleimfräser sind für Bretter, die auf Gehrung verleimt werden. Es gibt sie für 90 Grad Verbindungen, bei den die beiden zu verbindenden Teil auf 45 Grad und mit einem Trapezzinken versehen gefräst werden, und in einer stufenlos verstellbarer Variante.

Eine weiter Form der Verleimfräser sind die Keilzinken, die meistens nur bei Hartholz von der Holzindustrie für Holzfußböden und Platten in Stäbchen-Optik verwendet werden. Trapezprofil, Minizinken und Keilzinken sind selbst hemmende Verbindungen, das heißt, daß der durch die Reibung verursachte Widerstand das Verrutschen der Werkstücke verhindert.

Werkzeug

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